The Welte-Mignon cabinet player (Vorsetzer)
Das Meisterspiel-Wiedergabeklavier
„MIGNON“
ist von einer speciell in der Konstruktion der elektro-
pneumatischen Werke seit vielen Jahren berühmten
Fabrik — M. WELTE & SÖHNE in Freiburg und
und New-York, gebaut.
Es ist ein wahres Wunder der Welt.
Künstler von Weltruf, die MIGNON gehört und
die auch selbst eine grosse Anzahl Piècen für den
Apparat gespielt haben, spenden demselben ihr höchstes
Lob und bezeichnen ihn als das Vollendetste, was
bisher existiert.
Aus MIGNON's Autographenmappe:
Camille Saint-Saëns:
Kennst du das Land?
Connais-tu le pays ou fleurit la merveille? Das
Wunder, das ist „Mignon“, ein bescheidener Name
einer bewunderungswürdigen Sache. Man kann
nur bedauern, dass diese Erfindung nicht schon früher
gemacht wurde, denn dann könnten wir noch heute
Beethoven, Mozart und Chopin selbst spielen hören.
Theodor Leschetitzky:
Ich muss diese
Erfindung, die sich so ganz einfach „Mignon“ nennt,
als ein wahres Wunder bezeichnen, und muss es nur
bedauern, dass dieses Wunder nicht seit 100 Jahren
geschehen ist. Wie viel hätte „alt und jung“ daraus
lernen können. Wie gern möchte man jung sein
und bleiben, um aus diesem Wunderbaren ohne
Ende schöpfen zu können.
Prof. Alfred Reisenauer:
Dass das alt-
griechische Sprichwort „Erkenne dich selbst“ im
vollsten Umfange zu betätigen nun auch dem Pia-
nisten möglich wurde, ist das Verdienst Ihrer wun-
derbaren Erfindung: des Mignonapparates; aber es
wird ihm durch diesen auch möglich, andere zu
erkennen und gerecht zu beurteilen, ohne die, sei
es sym- oder antipathisch beeinflussende Anwesen-
heit der „Person“. Hier ist zugleich ein technisches
und ein philosophisches Problem in vollendetster
Form gelöst.
Die falschen Noten, die man spielt,
Will oft man nicht erkennen,
Möcht' Publikum dann und Kritik,
Die sie gehört, „verbrennen“!
Doch, sind sie „festgenagelt“ nun;,
So muss man zu- sie -geben,
Drum sei der „Mignonapparat“
Ein Lehrer euch fürs Leben.
Prof. L. Auer:
Nach meiner Meinung sollten
die Konservatorien, Musikschulen diesen Wunder-
Apparat „Mignon“ genannt, zu pädagogischen
Zwecken, für die lernende Jugend anwenden. Warum
giebt es kein Violin-Mignon?
Hans Schmidt:
So braucht auf diesem
Gebiete reproduktiver Kunst das Schöne nicht mehr
zu sterben! Die flüchtigsten aller Kunstgenüsse
sind zum Bleiben und damit wohl die schönsten
aller Augenblicke zum Verweilen gebracht. Eine
Stunde nie geahnter noch gehoffter, nun erreichter
Unsterblichkeit.
Prof. Karl Reinecke:
Ich kann nicht umhin,
meine aufrichtige Bewunderung auszusprechen über
den hohen Grad von Treue und Genauigkeit, mit
welchem der Apparat „Mignon“ das Spiel des
Künstlers wiedergibt. Es ist ein gewaltiger Schritt
getan von dem dereinstigen elektrischen Klavier
bis zu diesem Apparat.
Alfred Grünfeld:
Es ist mir ein lebhaftes
Bedürfnis, meiner uneingeschränkten Bewunderung
für den mir heute vorgeführten neuen selbsttätigen
Klavierspielapparat „Mignon“ Ausdruck zu geben.
Ich gestehe gern, dass ich geradezu verblüfft war,
als ich mit eigenen Ohren hörte, in welcher vorzüg-
lichen und exakten Weise derselbe die von Künst-
lerhand gespielten Musikstücke wiedergibt. Da
die Wiedergabe nicht nur die Auffassung, sondern
auch die kleinsten charakteristischen Eigenheiten
des Spielers deutlich erkennen lässt, halte ich
„Mignon“ ganz besonders dazu geeignet, vollendet
künstlerische Musik in den weitesten Kreisen
populär zu machen.
Joseph Slivinski:
Es ist bis jetzt der
sehnlichste Wunsch eines jeden Pianisten gewesen,
sich selbst hören zu können. Dank der genialen
Erfindung des Reproduktionsklaviers „Mignon“ ist
der Wunsch erfüllt worden, und zwar in einer so
vollendeten Weise, die nur mit der Photographie
zu vergleichen ist. Nichts wird verloren — jede
kleinste Nüance wird aufs genaueste wiedergegeben.
Man kann nicht umhin — jeder, der es hört, muss
begeistert sein und ich bin glücklich, hiermit meine
hohe Begeisterung ausdrücken zu können.
Prof. Artur Nikisch:
Ich habe mich gestern
durch Vermittelung des Mignon-Apparates selbst
Klavier spielen hören. Das war für mich eine
Sensation eigener Art. Die Vollkommenheit, mit
welcher „Mignon“ die künstlerische Eigenart des
Spielenden mit allen Schwächen und Vorzügen
wiedergiebt, ist ganz wunderbar, und ich wiederhole,
was ich seinerzeit, als ich das Instrument zum
erstenmale hörte sagte: „Es ist eine epochemachende
Erfindung!“
Guido Samson v. Himmelstierna:
Eine
äusserst interesante Erfindung — schade dass es
zu Lebzeiten unserer verstorbenen grossen Meister
kein derartiges Instrument gegeben hat.
Carl Waack:
Ein fast lebendiger Mechanismus,
wie ich ihn vordem nie gehört noch gesehen....
Heinrich Zöllner:
„Mignon“, du Fabel-Zauberwesen!
Nun sag mir eins! Man soll kein Wunder glauben!
Du bannst die Seelen, bringst es fertig,
Dem Raum, der Zeit die Macht zu rauben!
Durch deine Kraft — so wunderbar wie tückisch —
Gelingt's, die Besten der Kollegen zu zitieren.
D'Albert, Saint-SaënsFriedheim, Weingartner, Nikisch,
Sie mussten nolens volens alle mir klavieren!
Begreiflich ist, dass jeder Meister
Der Tonkunst hoch dich lobt und preist;
Denn du zitierst nicht bloss die Geister,
In dir lebt fort des Künstlers Geist!
Bereitwilligste Vorführung beim Alleinvertreter
Jul. Heinr. Zimmermann, Riga, Scheunenstr. 15,
eigenes Haus.